Rückenleiden

Wirksamkeitsstudie bestätigt den Erfolg von Rehabilitationsleistungen

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat Ende des vergangenen Jahres im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung Rheinland und Westfalen eine Studie über die Wirksamkeit von Rehabilitationsleistungen veröffentlicht. Die Untersuchung zeigte, dass durch eine Rehabilitationsmaßnahme der Wiedereinstieg in den Beruf begünstigt wird und die Chance einer Genesung steigt. Dabei scheint es unerheblich zu sein, ob die Reha ambulant oder stationär erfolgte.

Das Studiendesign war so aufgebaut, dass etwas über 40.000 Routinedaten von Rehabilitanten mit Personen verglichen wurden, deren Antrag auf eine Reha abgelehnt wurde. Die Vergleichbarkeit ist aus wissenschaftlicher Sicht zwar eingeschränkt, jedoch lassen sich klare Tendenzen aus den vorliegenden Daten erkennen.

So heißt es in dem Abschlussbericht, dass die Ergebnisse durchgehend zeigten, dass eine Rehabilitation die gemeldete Funktionsstörung deutlich verbessern konnte. Die Studie bestätigt die bisherige Strategie, in geeigneten Fällen ambulante Rehamaßnahmen zu empfehlen oder auf stationäre zurückzugreifen. Abhängig ist diese Entscheidung unter anderem von der Infrastruktur des Patienten. Ländliche Regionen haben häufig nicht die Versorgungsmöglichkeiten, sodass hier eine stationäre Behandlung vorzuziehen ist. Ein weiterer Faktor ist die Schwere der Erkrankung und die Empfehlung des behandelnden Arztes.

Die Untersuchung sollte dazu genutzt werden weitere Diskussionen anzustoßen und an den ambulanten und stationären Therapieangeboten festzuhalten. Die Datenlage bietet eine Argumentationsgrundlage, um die kostenintensiven Rehamaßnahmen zu rechtfertigen und die Sinnhaftigkeit für das Gesundheitssystem darzulegen.

Quelle: Deutsche Ärztezeitung

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