Startup digitalisiert Reha-Therapien

Das neue Startup Caspar-Health hat gerade eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Das junge Unternehmen hat sich die Digitalisierung von Reha-Therapien zur Aufgabe gemacht. Das Gründerteam ist kein unbekanntes in der Branche und so kann davon ausgegangen werden, dass es sich hier um eine Unternehmung handelt, die womöglich die alten Strukturen des Rehabilitationswesens aufbrechen wird.

Basis des Startups ist die Entwicklung einer Plattform für virtuelle Rehabilitation. Die Software kann auf unterschiedlichen Geräten installiert und genutzt werden. Es wird dadurch möglich, dass die Therapien den Patienten überall zugänglich gemacht werden. Die Idee fußt auf der Tatsache, dass die Rehamaßnahmen noch heute auf dem gleichen Stand sind, wie in den 70er Jahren und die Digitalisierung bisher vollkommen unbeachtet blieb in der Branche.

Dabei sind nur bei einem Fünftel der Anwendungen Therapeuten nötig, die ihre Arbeit direkt am Patienten verrichten. Deswegen liegt der Gedanke nahe, dass man die restlichen 80 Prozent der Rehabilitationsmaßnahmen digitalisiert den Patienten anbietet. Das Ziel hinter der Digitalisierung ist, dass der Patientenumlauf und der Rehabilitationserfolg in den Kliniken verbessert werden. Als erstes werden Therapien im neurologischen Bereich angeboten, die beispielsweise bei Schlaganfallpatienten zur Anwendung kommen.

Die Idee ist einfach und bedient die Bedürfnisse der Kliniken und Patienten gleichermaßen. So wird den Patienten mehr Flexibilität und Autonomie eingeräumt bei der Therapiedurchführung und die Therapeuten werden dadurch entlastet. Wie die Qualitätssicherung der Therapiedurchführung gelingen soll und wie die Verwendung im Detail aussehen wird ist sicherlich noch hinsichtlich der Praktikabilität zu klären. Grundsätzlich kann aber davon ausgegangen werden, dass dieses Bestreben auf viele Befürworter und gleichermaßen Gegner stoßen wird. Wie sich das Konzept durchsetzen wird, bleibt also weiter abzuwarten und zu beobachten.

Quelle: Gründerszene
Zum vollständigen Artikel