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Warum es bei der Telemedizin hakt

Seit einem Jahr ist es auch hierzulande erlaubt, sich nur online oder per Telefon behandeln zu lassen. Ein Ziel ist es, die Versorgung auf dem Land zu verbessern. Warum kommt die Telemedizin trotzdem so langsam voran?

Ein Griff zum Handy, ein Gespräch, vielleicht ein kurzer Videochat – und schon lässt sich rasch klären, ob hinter den Bauchschmerzen nicht doch etwas Ernsteres steckt. So könnte Telemedizin konkret und im Idealfall aussehen: Sie soll Arzt und Patienten verbinden, egal wo beide sind.

Auch in Deutschland werden solche Szenarien immer wahrscheinlicher. Denn vor einem Jahr hat der Deutsche Ärztetag das Fernbehandlungsverbot gelockert – seither ist es für Ärzte auch hierzulande möglich, Patienten per Telefon oder Videochat zu behandeln, die sie noch nie zuvor gesehen haben.

In anderen Ländern wie der Schweiz ist das längst Alltag. In Deutschland aber verhinderte auch das aus den 1920er-Jahren stammende Verbot lange den Aufbau telemedizinischer Strukturen. Dabei sehen Befürworter darin große Chancen, um überfüllte Praxen zu entlasten und die Versorgung auf dem Land zu gewährleisten. Auch die Gesundheitsministerkonferenz beschäftigt sich derzeit mit den Ausbau der Telemedizin. Doch die kommt weiter nur schleppend voran.

Quelle: tagesschau.de
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