Rehabilitation: Stärkung der Gesundheit im 21.Jahrhundert

Die medizinische Rehabilitation wird an Bedeutung gewinnen. Davon sind die Reha-Experten auf dem 28.Reha-Kolloquium im Frühjahr in Berlin überzeugt. Mit neuen Projekten soll ausgelotet werden, wie die Rehabilitanden in Zukunft passgenauer unterstützt und dazu Leistungen aus unterschiedlichen Sektoren stärker vernetzt werden können.

„Die medizinische Rehabilitation ist die zentrale Gesundheitsstrategie für das 21.Jahrhundert,“ sagt Professor Dr. Christoph Gutenbrunner. Der Chefarzt von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sieht die chronischen Erkrankungen und Formen von Behinderungen in den Gesundheitsstatistiken weltweit auf dem Vormarsch. Um die Betroffenen ein Leben lang gut zu versorgen, gibt es für ihn vor allem ein zentrales Handlungsfeld: „Die Rehabilitation muss stärker im Gesundheitswesen als Teil der medizinischen Behandlungskette verankert werden“, sagte Professor Gutenbrunner zum Auftakt des 28.Reha-Kolloquium im Frühjahr in Berlin.

Seine Botschaft dürfte bei den rund 1600 Besuchern gut angekommen sein. Gerade in Deutschland wird die Rehabilitation in der gesundheitspolitischen Debatte oft außen vorgelassen. Schließlich steht der Sektor unter der Aufsicht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dass die Schnittstelle zwischen Krankenbehandlung und Arbeitsmarkt ein zu diskutierendes Thema ist, zeigt sich beim Blick ins Programm des 28.Reha-Kolloquium: Begriffe wie „Arbeitsplatzorientierung“, „medizinisch-berufliche Rehabilitation“, „Return to Work“, „Erwerbsminderung“ finden sich häufig in den Vortragstiteln. Auf dem bedeutendsten Forum zum Thema Rehabilitation in Deutschland nehmen sich Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Medizin, Psychologie und Praxis jedes Jahr Zeit, um Bilanz zu ziehen und gemeinsam zu reflektieren, wie sich die Rehabilitation angesichts der zukünftigen Herausforderungen weiterentwickeln muss. 2019 wagten die Organisatoren der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) dazu den weiten Blick. Sie verknüpften den nationalen Austausch mit dem europäischen Pendant, dem 15 th Congress of the European Forum for Research in Rehabilitation (EFRR). Der gemeinsame Titel der beiden Teilkongresse lautete „Rehabilitation – Shaping healthcare for the future“; ins Deutsche übertragen: „Rehabilitation als Teil des Gesundheitswesens für die Zukunft gestalten“.

Quelle: openPR.de
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