Es kommt nicht nur auf die Knochendichte an

Am 20. Oktober war Weltosteoporosetag. Die Erkrankung kann schwere Folgen haben, bleibt aber oft lange unerkannt.

Jede zweite Frau über 55 wird sich im Laufe ihres weiteren Lebens einen Knochen brechen“, sagt Peyman Hadji, Leiter des Hormon- und Osteoporosezentrums Frankfurt. Nach den Wechseljahren steigt durch die versiegende Östrogenproduktion das Risiko kontinuierlich an, denn das weibliche Geschlechtshormon spielt eine entscheidende Rolle für die Vitalität der Knochen.
Weil das gleichermaßen für Testosteron gilt, sind Männer weniger anfällig für Osteoporose: Der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons bleibt lebenslang relativ stabil, erst in höheren Alter, etwa ab 70 Jahren, wächst auch bei ihnen die Gefahr eines Knochenbruchs. „Bei Osteoporose ist das Verhältnis zwischen Frauen und Männern vier bis fünf zu eins“, erklärt Hadji. Neben dem Geschlecht können auch eine genetische Veranlagung, bestimmte Medikamente und der Lebensstil das Entstehen dieser Krankheit begünstigen, die nicht nur einzelne Knochen, sondern das gesamte Skelettsystem betrifft und zudem einen fortschreitenden Charakter hat.

Quelle: Frankfurter Rundschau
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